Die Red Line der Massachusetts Bay Transportation Authority (MBTA) stand vor einer Obsoleszenzproblematik: Zentrale Zugsteuerungseinheiten basierten auf Electronic Programmable Logic Devices (EPLDs), die vom ursprünglichen Komponentenhersteller nicht mehr verfügbar waren. Ingenieurteams von Siemens Mobility Inc. und der MBTA prüften mehrere Lösungsansätze und entschieden sich schließlich für eine Zusammenarbeit mit Rochester Electronics, um die benötigten Bauteile mittels Reverse Engineering neu herzustellen.
Auf Basis originaler Altera-Die-Bestände sowie spezieller Fertigungs- und Testverfahren rekonstruierte Rochester Electronics die EPLDs. Durch umfassende Prüf- und Zertifizierungsprozesse wurde die vollständige Kompatibilität sowie die sicherheitsrelevante Eignung der neu gefertigten Bauteile sichergestellt. Die neuen Komponenten wurden erfolgreich in die bestehende Fahrzeugflotte integriert.
Dadurch konnte die Betriebssicherheit wiederhergestellt und ungeplante Serviceunterbrechungen vermieden werden. Im Vergleich zu einer vollständigen Systemerneuerung führte die Lösung zu erheblichen Kosteneinsparungen, reduzierte laufende Wartungsaufwände und etablierte eine nachhaltige Lieferkette zur Deckung des zukünftigen Bedarfs. Das Projekt wurde innerhalb von sieben Monaten abgeschlossen und verlängerte die Nutzungsdauer der Infrastruktur der MBTA Red Line signifikant.
Die Partnerschaft zwischen Siemens Mobility Inc. und Rochester Electronics steht beispielhaft für innovative Lösungsansätze im Umgang mit Bauteilobsoleszenz. Sie zeigt, wie kritische Verkehrsinfrastruktur erhalten, öffentliche Mittel geschont und ein zuverlässiger Betrieb für Millionen von Pendlern im Großraum Boston sichergestellt werden kann.Rochester Electronics verfügt über nachgewiesene Expertise bei der Bewältigung komplexer Obsoleszenzanforderungen und der Sicherstellung langfristiger Zuverlässigkeit für sicherheitskritische Systeme.
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